Hörspiel und Theater

HÖRSPIEL
 

  • Ä Baan ufs Stanserhorn: Zläid und ztrotz(Chnebelgrind)

 

Kurzinhalt

 

Der bekannte Obwaldner Fabrikant und Hotelpionier Franz Josef Bucher spannt, weil ihm die Obwaldner einen Verwaltungsratssitz bei der Pilatusbahn verwehrten, mit den Nidwaldnern zusammen und baut in Rekordzeit eine Konkurrenz- Drahtseilbahn mit einem genialen neuen Bremssystem aufs Stanserhorn. Das Werk, welches eigentlich sein Kompagnon Josef Durrer erfindet und baut, wird vom Draufgänger Franz Josef Bucher in beispielloser Weise vermarktet. Diese Trotzreaktion Buchers führt aber dazu, dass der eigensinnige Fabrikant sich mit vielen Leuten in seiner Umgebung zerstreitet und dass sich schliesslich sogar sein Kompagnon, Josef Durrer, den er stets hintenan stehen lässt, von ihm trennt.

 

Das Hörspiel ist im Sommer 2006 mit Hanspeter Müller-Drossaart produziert worden. Ausgestrahlt wird es als „Chnebelgrind“ Mo, 2.10.06 um 14.05 Uhr und als Zweitausstrahlung am 6.10.06 um 20.00 Uhr. (Siehe auch radio magazin Nr 27/28 06)

(Regie: Geri Dillier).

 

  • Dr Drill (Hörspiel „Werkstatt szenisches Schreiben“ 3. Zentralschweizer Literaturtage Stadtmühle Willisau / 1./8.März 2008″. )

Von der Jury ausgewählt und aufgeführt in Willisau.

Regie:  Buschi Luginbühl.

 

Textauschnitt

 

MUSIK

Eher liebliche, ländliche Musik. Untermalt das Prosagedicht.

 

STIMME 

Ins Grün gewürfelte Holzhäuser

Giebeldach an Giebeldach:

Das Seewser Dorf.

Ein Eisstrom hobelte einst die Senke aus,

modellierte lieblichem Bergsee das Becken.

Auf Matten am Ufer Braunvieh,

eingehagt mit Lattenzäunen.

Über schroffen Felsen ein Wildbach.

 

MUSIK Musik geht über ins Tuckern eines Schiffsmotors. Dann wird der Motor abgestellt.

 

UNTERNEHMER Äistär hiä, bim altä Stollä, bissd är a, dä Sakerlänt.

Er kurbelt an der Rolle. Eventuell musikalisch darstellen.

 

UNTERNEHMER Chuim isch der Haaggä am Bodä, phackt är nä. Dry mal hanä scho dra gha. Alls abzerrd! Z letscht Maal heder mär sogar d Ruäte us de Hend grupft.

Er kurbelt an der Rolle.

 

UNTERNEHMERÄ gryyslichä Pleger muäs das si. Vonärä Sortä, wos i däm See gar nid cha gä. Abär ich uberchumnä. Ich ha nu tuschuir ubercho, was ich ha wellä.

Er kurbelt an der Rolle.

 

MUSIK  Klingt, hektisch, dramatisch auf..

 

UNTERNEHMER Was sägi? Der Zapfä gaad abbä. Bimäid ä Meter täif. Numä etz nid drischiässä – zerschd äs Schutzli bäitä… entschlossen … und etz aschlaa… Pause… Ziä!  Fescht!   Pause   Nu feschter.

Er kurbelt. Hält an und kurbelt erneut.

 

UNTERNEHMER Äs hedä.

Pause. Unregelmässige Kurbelgeräusche.

Ja, weer di numä, dui Tyyfel. Dich leeräni scho nu pariärä.

 

MUSIK  Markiert dramatisch den Drill mit dem Fisch.

 

UNTERNEHMER Deet änä. Pause. Är täichd uif.   Pause.  Hed bimäich der ganz Grind ubers Wasser.

 

MUSIK  Musikalischer Paukenschlag als Abschluss der Sequenz. 

 

UNTERNEHMER staunend   Ä Gwaltstyyfäl.   lauter werdend   Ja, glotz numä dui Monschtrum. Dasmal gaschmär nimmä ab.

 

FISCH ruhig   Ich bi friwillig a Angel cho. Ich cha mi au wieder lösä.

 

UNTERNEHMER D Schnuär bhed: Im Nylonmantel ä Stahlchärn.

 

FISCH  Dyni Händ zittärid. Magsch d Ruete nid gha.

 

UNTERNEHMER  D Haltärig am Boot agmacht: Metallschruibe mid Sächskantmuäterä.

 

FISCH.  Lüüt wiä Du meinid immer, si hebi als im Griff.

 

UNTERNEHMER Ich bi fryä Undernämer. Ich kalkuliärä.

 

FISCH . Ä Fisch, wo red, chönt der ä Strich durd Rächnig machä.

 

UNTERNEHMER  Ich bi Schwyzer Patriot. A fremdi Märli gläib ich nyd.

 

FISCH  Wotsch my dänk brätlä? Servierä mid Basmatiris und Mandlä?

 

UNTERNEHMER  Ich issä Reeschti – und etz baschta mid däm chäibä Gstirm. Ich ziä di inä   Pause   und de wirsch ted.

 Er kurbeld an der Rolle.

 

MUSIK Setzt eine vehemente Bewegung.

 

UNTERNEHMER konsterniert   Abtäichd! Pause  Sakerbedäli abänand, hed dä ä Chraft. Erger as der Tyyfel. Etz zerrd är gredidurä gägäs Poord zuä.

(Szene 1 von vier Szenen)

 

 

  • Mathilde (Hörbild fürs Verkehrshaus der Schweiz) 

 

Inhaltsangabe und Hörprobe

 

Der Transportbus „Mathilde“ (Jahrgang 1912) des Grand-Hotels Schweizerhof in Luzern erzählt den Besucherinnen und Besuchern des Verkehrshauses seine Geschichte. Er gehört zur ersten Generation der Elektromobile und ist bis heute erhalten und immer noch fahrtüchtig.

 

 

Text und Regie: Romano Cuonz

Technik: Beni Röösli

Sprecherin: Miriam Eisner

 

 

hoerbild_mathilde

 >>  Hören  (Hier anklicken)

 

THEATER 

 

  • Häxä machä ( Freilichtspiel fürs Theater Giswil vom 24. Mai bis zum 29. Juli 2013, Rietlisteg)

Von der Jury der Albert Kochlin Stiftung (AKS) ausgewählt fürs Projekt „sagenhaft“ 2013.

Regie: Annette Windlin.

 

Lieder der Lungerer Botin (Deus ex machina) im Stück

 

BOTIN       Halali! Halali!

Uif iär Jeger, d Jagd isch offä,

Wer nid kuschd, hed nymä z hoffä,

wer nid tuäd, was ander tiend,

wer nid folgd, wiä alli miend,

Halali, dä wird jetz troffä.

Uif ier Jeger, d Jagd isch offä.

 

BOTIN      Stösst ins Horn

Gheerider wiä d Herner blaasid,

gheerider dä fischter Toon?

Bald isch jedes Härz erfrorä.

Bald isch jedes Wild verlorä.

Gheerider wiä d Herner blaasid,

gspyrider dä bissig Hoon?

Bald isch Schluss mid jeder Fräid.

Bald scho isch Richwil im Läid.

Gheerider wiä Chrääjä graagid?

Wissider wiä Alpträim plaagid?

 

BOTIN      Stösst ins Horn.

Chemid Lyyt und laand yyw prichtä,

wiä gnädig Herre sträng tiänd richtä:

Wer „sitzt“, im Turm „zu Sarnä“,

fir „den gibt’s“ käis Verbaarmä.

Vernemid, wo der Tyyfel hocked,

losid wiäner d Mäntschä locked.

 

BOTIN       Stösst ins Horn

Jetz isch är gläid, der Flächäbrand,

äs mottäd scho im ganzä Land.

Äs blaasd ä rotä Wind.

Äs hyywlid alli Hind.

Niämer chad me zrugg.

Niämer laad me lugg.

Myys Wärch, das isch vollbracht,

was chund, isch fyyschtri Nacht.

 

BOTIN       Stösst noch einmal ins Horn.

Halali, Halali.

Häizuä Jeger! S Gwild isch troffä!

Armi Gschepf hend nyymä z hoffä.

Verrigläd alli Oorä!

Ä jedes Gfyyl erfroorä!

Halali! S‘Gwild isch jetz erläid!

Zu‘s Jegers Stolz! Zu‘s Jegers Fräid!

Halali, Halali.

 

                  (Finis la Tragoedia)