„Schräg in der Landschaft“

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ZU „SCHRÄG IN DER LANDSCHAFT“
Romano Cuonz

(Verlag Martin Wallimann, Alpnach Dorf, 2010).

ISBN 978-3-908713-89-0

 

Pressestimmen

 

Von Orten geht Romano Cuonz in seinen Geschichten aus. „Fotographisch erstarrte Ortsbilder werden zu Kulisse. Die Akteure kommen hervor und stehen auf einmal mitten in der Landschaft: Oft sogar ein bisschen schräg“. So sagt es der 1945 in Chur geborene Sarner Autor und Journalist. Sein Beruf bringt das genaue Beobachten und Fotografieren mit sich, doch daraus ergeben sich noch keine Geschichten: Es braucht dazu auch das genaue Hinhören. Es sind Menschen, denen die Aufmerksamkeit des Autors gilt, ihren Geschicken und Erinnerungen. Geschichten erzählen heisst für ihn nachfragen. Es heisst, hinter dem, was ist, hervorzuholen, was war und wie sich daraus ein Heute entfalten konnte. Oder auch nur in einer Momentaufnahme zu entdecken, weshalb ein Mann jeden Morgen an einem Fabrikzaun steht und dem Verkehr auf der Strasse den Rücken zukehrt. Eine Vermisstenmeldung gibt Anlass, von einem Mann zu erzählen, der im Alter ins Vergessen fortgleitet und einen Ort aufsucht, wo er vor Jahrzehnten mit einer heimlichen Freundin glücklich war. Für immer bewahrt eine Frau in Erinnerung, wie sie während des Kriegs auf dem Weg zur Bruder-Klausen-Kapelle in Flühli-Ranft Bundesrat Philipp Etter begegnete.

Romano Cuonz tritt als Autor hinter den Geschichten zurück. Er erzählt präzise und in ruhigem, fast schon sachlichen Ton, der aber nie unbeteiligt wirkt. Auch wenn die Sprache klar bleibt, er die Emotionen zurücknimmt und nicht viel Aufhebens ums Erzählen selber macht, schreibt hier einer mit Anteilnahme und Engagement. Das gilt selbst für die Geschichte in der der Autor mit seinem Sohn zum Adlerhorst hochsteigt und mehr in Andeutungen denn ausführlich von ihrer beider Geschichte und Verhältnis erzählt. Im Bild ihrer gemeinsamen Beobachtung und dem Heraufbeschwören von Erinnerungen an frühere Erlebnisse miteinander zeigen sich Zuneigung und ein Wunsch um Verbunden sein ohne jedes sentimentale Pathos.

(Urs Bugmann, Kulturredaktor Neue Luzerner Zeitung, 15.7.2010)

 

In seinem neusten Buch beschreibt der Sarner Autor das Alltägliche mit besonderer Optik. (…) Romano Cuonz präsentierte seinen Geschichtenband „Schräg in der Landschaft“. Es sind detailgenaue Beobachtungen aus dem journalistischen Alltag. (…) Mit dem Blick des Fotografen beschreibt er Situationen, die ganz alltäglich daherkommen, er ist aber immer auf der Suche nach dem Besonderen. (…) Sein Stil ist präzise, der Wortwitz dezent, unauffällig. Aber auch überraschend: Aus den modernen, schuhschachtelförmigen Bauten der Maxon Motor AG, denen einzig ein alter Speicher auf dem Firmengelände trotzt, wird die Titelgeschichte über einen wachsenden Baum geknüpft. (…)Mit „Der Bauernsohn aus Obwalden und die jordanische Königin“ folgt eine etwas längere Hommage an das Hotel Bellevue Palace in Bern und seinen Direktor. Die Geschichte entwickelt sich im Gespräch zwischen dem Autor und dem von ihm bewunderten Hotelier. Wieder ist auffällig, wie genau Cuonz beobachtet, ihm kein Detail entgeht, auch während er aufmerksam zuhört und nachfragt. Die Schreibe wirkt trotz aller Eloquenz nicht aufgesetzt, sondern flüssig und authentisch. Das Spektakuläre findet sich bei Cuonz im vermeintlich Unspektakulären, dem er seine Geschichten zu entlocken vermag.

(Urs-Ueli Schorno, Neue Obwaldner/Nidwaldner Zeitung, 14.6.2010)

 

In seinem neusten Buch beschreibt der Sarner Autor das Alltägliche mit besonderer Optik.. (…) Geschichten aus zwölf Orten erzählt Romano Cuonz in seinem neuen Buch „Schräg in der Landschaft“. Ob der Direktor eines Berner Nobelhotels, ob Industrie-Pioniere, die in einem Waisenhaus eine Weltfirma etablieren, oder ein Wirt aus Sarnen: Romano Cuonz schreibt in seinem neuen Buch „Schräg in der Landschaft“ ihre Geschichten nieder.

(Apero – das Ausgehmagazin der Zentralschweiz, 16.6.2010)

 

Schräge Geschichten – Der Schriftsteller Romano Cuonz beschreibt in seinem neusten Buch verschiedene Orte und ihre Geschichten. (…) Romano Cuonz lässt in seinem Buch nicht nur Orte seiner Heimat Obwalden aufleben, sondern geht auch über die Grenzen, ja sogar über den grossen Teich hinaus. Der in Sarnen wohnhafte Schriftsteller, Redaktor und Kolumnist schreibt Geschichten, die den Leser dazu verleiten, die Lektüre zu verschlingen, weil sie dem Ende entgegenfiebern. Die Geschichten in seinem neuen Buch sind schräg und skurril.

(Birgit Scheidegger, ONZ, Obwaldner und Nidwaldner Zeitung, 22.6.2010)

 

Romano Cuonz las in der Galerie Meier in Arth aus seinem letzte Woche erschienenen Werk „Schräg in der Landschaft“, musikalisch umrahmt von Christian Bucher und Beat Fehlmann. (…) Der Autor erzählte vom Sarner Schiffssteg Seefeld, wo am Brückenkopf der Wasserteppich mit grünen, blauen, grauen Farbmustern beginnt: „Wo der Teppich aufhört, erheben sich Bergklötze, geschichtet nach Süden“. Die Geschichte des „Schwanenvaters“, jenes alten schlecht gekleideten Mannes, der Schwäne füttert – mit Brot von Bäckern zusammengebettelt – ist hoch beeindruckend.

(Dominique Goggin, Bote der Urschweiz, 16.6.2010)

 

(…) Und welches Buch kann der Stanser Buchhändler Martin von Matt besonders empfehlen? „Schräg in der Landschaft“ von Romano Cuonz, das kürzlich erschienen ist. Das ist ein wirklich sehr gelungener Erzählband, den ich gerne weiter empfehle“.

(Buchhändler Martin von Matt im Büchertipp der ONZ/Obwaldner und Nidwaldner Zeitung, 8.10.2010)

 

Wenn Sprache und Buch gut gemacht sind, findet sich eine Leserschaft. Im Vergleich zu bekannten Titeln erfordern diese Bücher oft einfach eine ausgedehntere Erklärung. Ein Romano Cuonz zum Beispiel wird also auch in Deutschland und Österreich gelesen. (…) Ein Romano Cuonz wird von der deutschen Nationalbibliothek gelistet, das heisst, die Bibliothek kauft ein Exemplar.

(Martin Wallimann, Verleger aus Alpnach, in einem Interview von Sabine Schaller nach der Frankfurter Buchmesse, ONZ/Obwaldner und Nidwaldner Zeitung, 12.10.2010)

 

Der Erzähler als Zuhörer

als. Er erfinde keine Geschichten, nimmt der Sarner Autor und langjährige Journalist Romano Cuonz in einem Statement über seine Arbeit eine alte Redensart der Literaten wieder auf, sondern er finde sie. Tatsächlich jedoch sind die Texte,  die Cuonz im Erzählband „Schräg in der Landschaft“ vorlegt, keine Short Storys im klassischen Sinne, viel eher zeigen sich die jeweils von geographischen Gegebenheiten ausgehenden Ereignisse als detaillierte, zugleich jedoch knappe und prägnante Minireportagen aus scheinbar bedeutungslosen Zonen des Alltags. Der oft staunend wahrnehmende, kaum je selbst agierende Ich-Erzähler, der sich immer wieder als geduldigerund genauer Zuhörer entpuppt, wird dabei gerade durch seine nachdenkliche Präsenz zum Katalysator des Geschehens, so etwa in der Geschichte über einen an Alzheimer erkrankten alten Mannn, dessen Ehefrau eine seltsame Entdeckung macht;oder auch in der langen Begegnung mit dem ehemaligen Direktor des Hotels Bellevue Palace in Bern, „Der Bauernsohn aus Obwalden und die jordanische Königin“, die mit einem nicht über die Massen erstaunenden Geständnis endet – wobei jedoch gerade diese stoische Abstinenz von jeder Art von Clou den Charme von Cuonz‘ Geschichten ausmacht.

(Neue Zürcher Zeitung/Feuilleton, Dienstag, 4. Januar 2011)

 

(…) Wobei insbesondere Romano Cuonz zum Nachdenken anregte, weil er über einen eigensinnigen, kranken Älpler berichtete, der partout nicht ins Spital gehen wollten. Das Ende der Geschichte war schliesslich auch das Ende des Älplers … Cuonz minderte die Tragik durch witzige, von der Geschichte unabhängige Sprüche wie: „Einstimmigkeit in der Politik wird erreicht, indem einer alle andern so lange überredet, bis sie seiner Meinung sind“. So hatte dieser Autor am Samstag eine Premiere, denn die Sprüche habe er bisher noch nicht veröffentlicht. „Aber wer weiss? Wenn sie bei euch gut ankommen, werde ich dies vielleicht noch tun“, meinte Cuonz und erhielt grosse Zustimmung in Form von Applaus.

(Stéphanie Weber, Neue Schwyzer Zeitung/Zentralschweiz, Montag, 5. September 2011)

 

Bereits den ganzen Sommer besteht eine Beziehung zwischen Pontresina und Obwalden. (…) Es wurde beachtliche Kulturprominenz aus Obwalden aufgeboten: (…) Romano Cuonz, Schriftsteller mit Engadiner Wurzeln, Journalist und pointierter Beobachter des steuergünstigen Kleinkantons.

(Engadiner Post – Posta Engadina, 2011)

 

 

„Schräg in der Landschaft“ sind diese 12 Geschichten, die uns eigenartig berühren, weil sie menschlich sind, weil sie vom Menschen sprechen und weil sie wahr sind. – Wahrscheinlich sind alle guten Geschichten wahr, nicht gedichtet, sondern in irgend einer Form der Wahrheit nachgeschrieben.

(Bernhard Schindler, Seniorweb.ch KULTUR, 2. Juli 2010)

 

Reaktionen von Leserinnen und Lesern

 

Ich habe zu danken für ein gutes Buch, klug, aufmerksam, formsicher. Vieles hat mich beeindruckt, von der Sache und vom Stil her.

(Peter von Matt, Literaturwissenschaftler, Dübendorf)

 

Ich habe Ihre Erzählungen „Schräg in der Landschaft“ förmlich verschlungen. Ich bin begeistert. Umso mehr freue ich mich, dass Sie Ihre Lesung in der Kantonsbibliothek Nidwalden halten werden.

(Brigitte Durrer, Bibliothekarin, Kantonsbibliothek Nidwalden)

 

Welch liebenswerte, berührende Geschichten und obendrein ein faszinierendes Zeitdokument. Nur schon die jeweilige Beschreibung des Schauplatzes ist echter Lesegenuss! Chapeau!

(Arthur Stöckli, Wilen)

 

Ich habe Ihr kürzlich erschienenes Buch „Schräg in der Landschaft“ grad aus der Hand gelegt. Die Geschichten haben mir sehr gefallen. Ihre Erzählweise kann die Atmosphäre wirklich „einfangen“. Auch die persönliche Atmosphäre, die ein Mensch ausstrahlen kann. Das hab ich bei der letzten Geschichte „Der Bauernsohn aus Obwalden und die jordanische Königin“ ganz besonders empfunden. Das Buch habe ich schon ein paar Mal weiterverschenkt.

(Susy Bucher, Zürich)

 

Zweimal, dreimal las ich die eine oder andere Geschichte. Konfrontiert wurde ich mit Gegenden, die ich glaubte zu kennen … und doch nicht, Flüeli Ranft, Sarnersee … Die verschiedenen Menschen, die von Ihnen beobachtet wurden oder mit Ihnen im Gespräch waren, faszinieren mich so sehr, dass ich seither mit wacheren Augen und mehr hörenden Ohren und weiteren Sinnen mich im Alltag bewege.

(Ottilie Staffelbach, Luzern)

 

Den Band „Schräg in der Landschaft“ habe ich mit Neugierde und Interesse gelesen. Die leisen, eindrücklichen Erzählungen haben mich sehr berührt. Ich freue mich, Sie an der morgigen Lesung in meiner Galerie persönlich kennenzulernen!

(Susanna Rüegg/Galeristin, Zürich)

 

Während meiner Ferien in der Türkei habe ich mit geschärften Sinnen Ihr Buch „Schräg in der Landschaft“ gelesen, wahrlich eine Hommage an Menschen und Landschaft von Obwalden, wunderbar geschrieben – ein kostbares Buch.

(Christine Jakober, Alpnach)